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Das große Land in Ostafrika, das mit zahlreichen Superlativen aufwarten kann und unter anderem die tierreichsten Naturreservate Afrikas besitzt, hat seinen festen Platz auf der Liste der "Traumdestinationen" - und darf auf seine natürlichen Reichtümer Stolz sein!
Vergessen darf man aber nicht, dass Tanzania, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Seine Anstrengungen, nach der Staatsgründung unter Julius Nyerere vom Ausland unabhängig und in alternativen sozialen Strukturen zu leben, haben nicht zur erhofften Prosperität geführt. Auch Querelen mit seinen Nachbarn haben zum schlechten Image beigetragen. Heute, nach dem politischen Systemwechsel, herrschen im Land Zuversicht und eine Art Aufbruchstimmung.
Es gibt immer noch große Landreserven und teilweise dank ausländischer Initiativen, in Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus wieder zunehmende Erträge. Das Land kann sich meistens aus eigener Kraft ernähren. Seine politische Stabilität - und das ist ja wohl das wichtigste - ist auch nach vergangenen freien Wahlen unangetastet. In Bezug auf Sicherheit für seine Bürger und ausländischen Gäste ist es seinen Nachbarn voraus!
Tourismus hatte lange Jahre einen kleinen Stellenwert. Wenige Besucher konnten sich dazu entschließen, Unzulänglichkeiten in Kauf zu nehmen und wer nicht wusste, welch einmalige Naturschauspiele das Land anzubieten hat, stellte auch immer wieder die Frage nach der Preiswürdigkeit. Den Naturschutzgebieten hat dies alles nicht geschadet! Auch während den schwierigsten Zeiten hat die Nation große Anstrengungen unternommen, die Nationalparks zu erhalten und neue zu schaffen.
Im Verlauf der letzten Jahre wurde die touristische Infrastruktur stark verbessert und es entstanden neue, nach "internationalen" Gesichtspunkten geführte Hotels und komfortable bis luxuriöse Camp-Lodges. Trotzdem ist das Land auch heute noch weit davon entfernt, sich zu einer so genannten Massen-Destination zu entwickeln.
Noch kann Tanzania, insbesondere wenn es um Entwicklungen in den Nationalparks geht, der Versuchung widerstehen, Wachstum vor alles andere zu stellen. Im Interesse aller kann man nur hoffen, dass dies beim Bewahrer der schönsten Nationalparks auch in Zukunft so bleibt.

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Arusha mit Mt. Meru
Kipepeo bei DAR