Die Hepatitis-B-Impfung
ist allen, die für längere Zeit
in die Tropen reisen oder dort arbeiten, zu empfehelen, da sie sich
bei möglicherweise notwendigen medizinischen Eingriffe, z.B. Bluttransfusionen,
leicht infizieren können.
Übertragungsweg:
Die Übertragung geschieht vor allem durch Blut- und Schleimhautkontakte,
aber auch durch verunreinigte Spritzen.
Symptome:
Beginn mit Müdigkeit, Leistungsschwäche, Leberschwellung, Gelenk-
und Gliederschmerzen, Fieber, Übelkeit, Verdauungsstörungen und Gelbsucht.
Das klinische Spektrum der Hepatitis erstreckt sich vom subklinischen bis zur
akuten Gelbfärbung von Haut und Augen (Ikterus). Verlauf ca. 1% fulminant
(extrem stark). Klinische Manifestation ist wesentlich abhängig vom Alter
und Immunstatus des Patienten.
Die Infektion kann zu einer Leberzirrhose, sogar zu Leberkrebs führen. Latenzzeit
zwischen Infektion und Auftreten von Leberzellkarzinom ca. 20 - 40 Jahre.
Diagnose:
Nachweis von HBV-Antigenen (HBsAg, HBeAg) sowie Antikörpern.
Therapie:
Interferon-Alpha (anhaltende Viruselimination bei ca. 40% der Behandelten);
seit kurzem neue Therapieansätze (Nukleosidanaloge: Famciclovir, Lamivudine)
mit hoher Ansprechrate.
Vorbeugung:
Hepatitis-B-Schutzimpfung: sie ist gut verträglich und wirksam und wird
besonders empfohlen für Fernreisende, die sexuell nicht monogam leben. |