Unter dem Begriff Hepatitis
versteht man Erkrankungen, die mit einer Entzündung der Leber und Leberzellschädigung
einhergehen. Hepatitis kann durch Viren, Bakterien, Protozoen, Parasiten,
toxische Substanzen, Arzneimittel oder Alkohol hervorgerufen werden.
Im folgenden soll nur auf die durch primär die Leber infizierende
(hepatotrope) Viren hervorgerufene Hepatitis eingegangen werden.
Im allgemeinen verläuft die Erkrankung mild und heilt aus. Protrahierter
(verlängerter) Verlauf selten, aber niemals chronische Verläufe.
Extrem stark verlaufende (fulminante) Verläufe sehr selten. Nach durchgemachter
Infektion lebenslange Immunität.
Hepatitis A ist eine der häufigsten eingeschleppten Reiseerkrankungen.
Alle Tropenreisenden sollten sich impfen lassen.
Übertragungsweg:
fäkal-oral, Übertragung häufig bei schlechten hygienischen Verhältnissen.
Aufnahme erfolgt über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel, wie Muscheln,
Austern, gedüngtes Gemüse und Salate. Übertragung durch Blut,
Blutprodukte oder Sexualkontakte sehr selten.
Symptome
Nach einer Inkubationszeit von 12-50 Tagen können leichtes Fieber, Beschwerden
im Oberbauch, dunkler Urin, grau-weißliche Stühle, Müdigkeit,
Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und
Augen) auftreten.
Diagnose:
Nachweis von spezifischen Antikörpern gegen HAV (anti-HAV-IgM
und -IgG) im Blut.
Therapie:
Keine ursächliche Behandlung der Hepatitis A, während der akuten
Phase kein Alkohol sowie körperliche Schonung.
Vorbeugung:
Zur Vorbeugung gibt es heute eine aktive Immunisierung mit einem Totimpfstoff
z.B. Havrix, (2 Impfungen im Abstand von 6 - 12 Monaten). Hohe anti-HAV- Antikörperantwort.
Dann Schutz für 5 - 10 Jahre.
Passive Immunisierung mit menschlichem Immunglobulin, bei sehr
kurzfristig benötigter Immunität, z.B. einer spontanen Fernreise.
Ist aber nicht sehr zu empfehlen, weil nur ein relativ kurzer Impfschutz
besteht. |