Gelbfiebe
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Gelbfieber ist eine akute, fieberhafte Virusinfektionserkrankung ein RNA-Virus aus der Familie der Flavi-Viren (zu dieser Familie gehören auch das Dengue-Virus und das Hepatitis C Virus), die durch die infizierte Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) auf den Menschen übertragen wird.
Sie gehört zu den hämorrhagischen Infektionskrankheiten; die Erkrankung geht also mit inneren und äusseren Blutungen einher. Sie war ursprünglich nur in Afrika zu finden bzw. nachzuweisen.
In den Jahren 1985 bis 1996 wurden weltweit 23.540 Fälle von Gelbfieberinfektionen registriert. Von diesen Erkrankten starben 6.420. Dabei muss allerdings von einer grossen Zahl an nicht gemeldeten Fällen ausgegangen werden. Seit dem Jahre 1946 ist in Deutschland Anfang August 1999 der erste Fall einer Gelbfieberinfektion bekannt geworden. Es handelte sich um den Kameramann Olaf Ullmann, der sich im Rahmen einer Dienstreise in der Elfenbeinküste angesteckt hatte. Ullmann verstarb am 6. August 1999 unter großer öffentlicher Anteilnahme in der Charite in Berlin.
Eine große Gelbfieberepidemie wurde Ende Dezember des Jahres 2000 aus dem Nordwesten von Guinea in Afrika gemeldet. Bis zum 29.12. 2000 waren 512 Menschen erkrankt, von denen bis zu diesem Zeitpunkt 190 verstorben waren.

Symptome:
Die Krankheit kann unterschiedlich schwer verlaufen, und zwar von leichten Fällen, die kaum diagnostiziert werden, bis zu einer Letalität bis zu 50% bei schweren Verläufen. 
1-2 Tage nach der Infektion treten uncharakteristische Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf und Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf, die nach einigen Tagen wieder abklingen können.
Dann kann bei einem Teil der Patienten ein Rückfall erfolgen. Es kommt zu einem erneuten Fieberanstieg, zur Leberschwellung, Gelbsucht (Ikterus) sowie zum Bluterbrechen (Hämatemsis). Dabei können im Urin vermehrt Eiweiße nachgewiesen (Albuminurie) werden. Ausserdem kann es zu Verwirrtheit und Bewusstseinstrübungen kommen.
Bei ungünstigem Verlauf verstirbt der Patient meist innerhalb der zweiten Woche, im günstigen Fall kann die Erkrankung vollkommen ausheilen.

Diagnose:
Die Diagnose wird hauptsächlich aufgrund des Beschwerdebildes, vor allem in der zweiten Phase der Erkrankung und, falls erforderlich, durch Antikörper- oder Virusnachweis gestellt.
Die Therapie des Gelbfiebers erfolgt ausschließlich symptomatisch. Ein Medikament gegen das Virus gibt es (noch) nicht.

Vorbeugung:
Zum eigenen Schutz solltet ihr euch vor Reisen in Gelbfieberzonen auf jeden Fall impfen lassen. Nur staatlich zugelassene Impfstellen dürfen den Impfstoff verabreichen, so z.B. die Tropeninstitute. Es wird einmalig 0,5 ml Impfstoff subkutan oder intramuskulär injiziert. Die Immunität beginnt 10 Tage nach der Impfung und hält ca. 10 Jahre an. 

Cave:
Die Gelbfieber-Impfbescheinigung ist der einzige heute im internationalen Reiseverkehr vorgeschriebene Impfnachweis. Solltet ihr nach Tansania über ein Drittland, wie z.B. Kenia oder Uganda einreisen, so müßt ihr in jedem Fall die Impfbescheinigung vorlegen.

 
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